DaZ-Ratgeber: Interkulturelles Lernen
Ein anspruchsvolles Unterrichtskonzept
Verschiedene Lebenswelten, insbesondere
Migrationserfahrungen, zusammen mit den vielfältigen
Muttersprachen, stellen Schulen vor ganz neue
Herausforderungen.
Allgemeine Informationen
Der Handlungsdruck der Lehrerinnen und Lehrer in den
Klassenzimmern wird größer, weil die Kinder der heutigen
Schulen aus allen Teilen der Welt kommen. Lehrende
brauchen vermehrt Formulierungshilfen für ihren
beruflichen Alltag. Zu komplex werden die Anforderungen
durch den neuen nach Europa und Deutschland
strömenden kulturellen Input.
Sensibilität entwickeln, Know-how erwerben
Lehrkräfte sind gefordert, sich eigene Vorurteile und
kulturelle Hintergründe bewusst zu machen und sich in
fremde Kulturen einzufühlen. Lehrerinnen und Lehrer,
denen die ethnischen Hintergründe ihrer Schulkinder
bekannt sind, entwickeln eine Sensibilität für die
kulturellen Unterschiede. Sie können in ihrem Unterricht
spielerisch damit umgehen und auch in Elterngesprächen
geschickt agieren.
Lernen auf Augenhöhe
Schule muss sich der kulturellen Vielfalt öffnen, ohne
Verwirrung zu stiften. Interkulturelles Lernen, das ist also
Lernen übereinander, miteinander und voneinander. Auf
Augenhöhe.
Eltern mit ins Boot holen
Wichtig ist es, nicht nur zu den Kindern einen
wertschätzenden Kontakt aufzubauen, sondern sich
abseits des Unterrichts auch Zeit dafür zu nehmen, die
Eltern der Migrantenkinder transparent zu informieren
und mit ins Boot zu holen – von Anfang an. Auch wenn
die Erwachsenen die deutsche Sprache häufig noch nicht
besonders gut sprechen, können sie doch im Schulalltag
wertvolle Helfer sein.
Internet: <www.cornelsen.de> (mit Anpassungen).
Bewerten Sie die folgenden Aussagen anhand der allgemeinen Aspekte des Textes.
„Wichtig ist es, nicht nur zu den Kindern einen wertschätzenden Kontakt aufzubauen, sondern sich abseits des Unterrichts auch Zeit dafür zu nehmen.“ Das Verb steht korrekt an zweiter Stelle im Hauptsatz und am Ende im Infinitivsatz.