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Foram encontradas 252 questões.

2815651 Ano: 2023
Disciplina: Inglês (Língua Inglesa)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Instruction: answer questions 26 to 32 based on the following text.

Engaging web design trends for 2023

  1. Design trends can look back at the past with nostalgia, creating connections to the styles
  2. and trends of the time and finding new ways to bring them into the future. For 2023, the standout
  3. theme is the shift toward more immersive experiences. Whether it’s coming from the
  4. advancement of web-building technology or increasingly immersive environments like the
  5. metaverse — we’re excited to see what’s in store for the upcoming year.
  6. The resurgence of the early 2000s style (the Y2K aesthetic) is in everything from fashion
  7. to music and, naturally, that trend is bleeding through to design and the web. We can see retro
  8. typeface use, pixelated fonts and images, or custom cursors, and we’re anticipating the rise of
  9. custom fonts and hand-created lettering. We also expect to see __ explosion in shareable
  10. frameworks, as creators are sharing resources and techniques as __ way to build community,
  11. grow their reputation, and make __ web __ overall better place. Like Alexa Heinrich, who chose
  12. to share the Accessible Social Guidebook rather than just telling people to build accessibility.
  13. Furthermore, more sites will allow customizable viewing experiences: features like dark mode
  14. and sound can make a site more user-friendly for people with differing needs.
  15. With the rise of the metaverse, illustrations that mimic the virtual world are coming into
  16. fashion. The loading animations are also back, and this resurrection comes from the growing
  17. popularity of interaction. Web users hate waiting for pages to load and animations make waiting
  18. feel less like a chore. Another change regards mobile notifications, mainly used as a sales tool
  19. in the past. Audiences want their interactions with the apps to feel more genuine and useful, so
  20. the app Lyft, for example, has incorporated handy notifications like “ride taking longer than
  21. expected” and silent 911 assistance.
  22. The web is an interactive place, and it has been since its inception. Designers have always
  23. loved making immersive experiences and making visitors an active part of their website
  24. experience. What sets this year apart is how effortlessly integrated the idea of user engagement
  25. has become, once we now have the technology to empower this movement. Modern websites
  26. are increasingly living, breathing places where designers and users find new ways to interact
  27. and engage. We think that seems a delightful way to experience the web.

(Available at: https://webflow.com/blog/web-design-trends-2023 – text especially adapted for this test)

Consider the sentence in line 22 as follows:

1. “The web is an interactive place,”

2. “and it has been since its inception.”

Choose the correct explanation for the verb tenses used, considering the context presented in the text.

 

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2815650 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Wo wird die Fußballsprache, laut des Textes, benutzt:

 

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2815649 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
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Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Welches Wort ersetzt am besten “...präsent...”, in Zeile 12:

 

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2815648 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
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Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Laut Studie von Meier-Vieracker, was kann man daraus schließen.

I. Gibt es viele Wörter im Fußballbereich, die aus dem Militärbereich kommen.

II. Werden im Militärbereich ausschließlich Wörter vom Fußballbereich benutzt.

III. Kennen Sportkommentatoren den kulinarischen Bereich sehr gut.

IV. Benutzen alle Journalisten und Kommentatoren Fußballmetaphern.

V. Eignet sich dieser Text, Sprachlernende sich mit dem Fußball-Deutsch bekannt zu machen.

 

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2815647 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
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Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Dem Text nach, in welchen Bereichen werden Fußballmetaphern gebraucht?

 

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Disciplina: Inglês (Língua Inglesa)
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Engaging web design trends for 2023

  1. Design trends can look back at the past with nostalgia, creating connections to the styles
  2. and trends of the time and finding new ways to bring them into the future. For 2023, the standout
  3. theme is the shift toward more immersive experiences. Whether it’s coming from the
  4. advancement of web-building technology or increasingly immersive environments like the
  5. metaverse — we’re excited to see what’s in store for the upcoming year.
  6. The resurgence of the early 2000s style (the Y2K aesthetic) is in everything from fashion
  7. to music and, naturally, that trend is bleeding through to design and the web. We can see retro
  8. typeface use, pixelated fonts and images, or custom cursors, and we’re anticipating the rise of
  9. custom fonts and hand-created lettering. We also expect to see __ explosion in shareable
  10. frameworks, as creators are sharing resources and techniques as __ way to build community,
  11. grow their reputation, and make __ web __ overall better place. Like Alexa Heinrich, who chose
  12. to share the Accessible Social Guidebook rather than just telling people to build accessibility.
  13. Furthermore, more sites will allow customizable viewing experiences: features like dark mode
  14. and sound can make a site more user-friendly for people with differing needs.
  15. With the rise of the metaverse, illustrations that mimic the virtual world are coming into
  16. fashion. The loading animations are also back, and this resurrection comes from the growing
  17. popularity of interaction. Web users hate waiting for pages to load and animations make waiting
  18. feel less like a chore. Another change regards mobile notifications, mainly used as a sales tool
  19. in the past. Audiences want their interactions with the apps to feel more genuine and useful, so
  20. the app Lyft, for example, has incorporated handy notifications like “ride taking longer than
  21. expected” and silent 911 assistance.
  22. The web is an interactive place, and it has been since its inception. Designers have always
  23. loved making immersive experiences and making visitors an active part of their website
  24. experience. What sets this year apart is how effortlessly integrated the idea of user engagement
  25. has become, once we now have the technology to empower this movement. Modern websites
  26. are increasingly living, breathing places where designers and users find new ways to interact
  27. and engage. We think that seems a delightful way to experience the web.

(Available at: https://webflow.com/blog/web-design-trends-2023 – text especially adapted for this test)

Consider the following statements about the text:

I. The author thinks trends are just copies of styles used in the past.

II. Developers sharing their work brings benefits to themselves, the community, and the web users.

III. The web was not supposed to be a place for interaction, but web designers are changing that.

Which statements are correct?

 

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Questão presente nas seguintes provas
2815645 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
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Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Laut Professor Simon Meier-Vieracker, um Metaphern zu verstehen,

 

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2815644 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
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Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

In der Zeilen 06 und 07, welche ist die beste Übersetzung für “kriegt sie von ihren Eltern wahrscheinlich einen Anpfiff ”?

 

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Questão presente nas seguintes provas
2815643 Ano: 2023
Disciplina: Inglês (Língua Inglesa)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Instruction: answer questions 26 to 32 based on the following text.

Engaging web design trends for 2023

  1. Design trends can look back at the past with nostalgia, creating connections to the styles
  2. and trends of the time and finding new ways to bring them into the future. For 2023, the standout
  3. theme is the shift toward more immersive experiences. Whether it’s coming from the
  4. advancement of web-building technology or increasingly immersive environments like the
  5. metaverse — we’re excited to see what’s in store for the upcoming year.
  6. The resurgence of the early 2000s style (the Y2K aesthetic) is in everything from fashion
  7. to music and, naturally, that trend is bleeding through to design and the web. We can see retro
  8. typeface use, pixelated fonts and images, or custom cursors, and we’re anticipating the rise of
  9. custom fonts and hand-created lettering. We also expect to see __ explosion in shareable
  10. frameworks, as creators are sharing resources and techniques as __ way to build community,
  11. grow their reputation, and make __ web __ overall better place. Like Alexa Heinrich, who chose
  12. to share the Accessible Social Guidebook rather than just telling people to build accessibility.
  13. Furthermore, more sites will allow customizable viewing experiences: features like dark mode
  14. and sound can make a site more user-friendly for people with differing needs.
  15. With the rise of the metaverse, illustrations that mimic the virtual world are coming into
  16. fashion. The loading animations are also back, and this resurrection comes from the growing
  17. popularity of interaction. Web users hate waiting for pages to load and animations make waiting
  18. feel less like a chore. Another change regards mobile notifications, mainly used as a sales tool
  19. in the past. Audiences want their interactions with the apps to feel more genuine and useful, so
  20. the app Lyft, for example, has incorporated handy notifications like “ride taking longer than
  21. expected” and silent 911 assistance.
  22. The web is an interactive place, and it has been since its inception. Designers have always
  23. loved making immersive experiences and making visitors an active part of their website
  24. experience. What sets this year apart is how effortlessly integrated the idea of user engagement
  25. has become, once we now have the technology to empower this movement. Modern websites
  26. are increasingly living, breathing places where designers and users find new ways to interact
  27. and engage. We think that seems a delightful way to experience the web.

(Available at: https://webflow.com/blog/web-design-trends-2023 – text especially adapted for this test)

Which of the following questions is NOT answered in the article?

 

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Questão presente nas seguintes provas
2815642 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

In der Zeile 03, welche Synonyme für “Oft” gibt es?

 

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