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2935189 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: AMEOSC
Orgão: Pref. São João Oeste-SC
Provas:
Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welche Empfehlungen werden gegeben, um einen heimatlosen Hund zu finden?
 

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2935188 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: AMEOSC
Orgão: Pref. São João Oeste-SC
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Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welche Eindrücke werden durch die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde" vermittelt?
 

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Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
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Welche Trends sind im Bereich der Hunde noch zu beobachten?
 

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2935186 Ano: 2023
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Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welche Handlungen werden empfohlen, wenn man im Ausland auf einen Hund in Not auf der Straße trifft?
 

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Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: AMEOSC
Orgão: Pref. São João Oeste-SC
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Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welche Empfehlung wird bezüglich geretteter Hunde aus dem Ausland gegeben?
 

Provas

Questão presente nas seguintes provas
2935184 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: AMEOSC
Orgão: Pref. São João Oeste-SC
Provas:
Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welcher Aspekt erklärt den Trend der Adoption von Auslandshunden in Deutschland?
 

Provas

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2935183 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: AMEOSC
Orgão: Pref. São João Oeste-SC
Provas:
Einen Tierschutzhund aus dem Ausland adoptieren - Worauf muss ich achten?
Gerettete Hunde aus dem Ausland machen inzwischen einen großen Teil der Hundepopulation in Deutschland aus. Aber sollte man einen heimatlosen Hund aus dem Ausland adoptieren? In jedem Fall ist ein heimatloser Hund ein Überraschungspaket. Es kann wunderbar laufen mit diesen Hunden - oder viel Arbeit und Kummer bedeuten. Unsere Autorin Ute Gebhardt hat sich im Rahmen der Dokuserie "Heimatlose Hunde" genauer mit diesem Thema beschäftigt und war auf der Suche nach Antworten.
Welche Eindrücke hinterlässt die Arbeit an der Serie "Heimatlose Hunde"?
Beeindruckt hat mich das Engagement vieler Menschen für Tierschutz-Hunde aus dem Ausland. Etliche gehen dabei an ihre Grenzen und manche darüber hinaus. Auch die meisten geretteten Hunde sind bemerkenswert. Trotz schlimmer Erlebnisse haben sie noch Vertrauen und Lebensfreude.
Verblüfft hat mich, wie ungenau die Informationen zum Thema sind, obwohl Tierschutzhunde aus dem Ausland in Deutschland stark im Trend liegen. Mindestens ein Viertel der Hunde in Deutschland dürften inzwischen gerettete Auslandshunde sein. Aber niemand kann genau sagen, wie viele von ihnen jährlich ins Land kommen. 100.000, sagen manche, andere sprechen von 300.000. Unbekannt ist auch, wie viele Tierschutzvereine diese Hunde vermitteln. Es ist nicht einmal klar, wie viele Hunde überhaupt in Deutschland leben. Man ist auf Schätzungen und Zahlen aus der Marktforschung angewiesen. Danach sind es inzwischen mehr als zehn Millionen, Tendenz steigend.
Bestürzt hat mich, wie herzlos in vielen Ländern mit Hunden umgegangen wird. Auf die Frage, wie diese oder jene Hündin mit ihren Welpen hier auf die Straße geriet, war die Antwort am Straßenrand wieder und wieder: Die hat jemand trächtig aus dem Auto geworfen.
Soll man einen geretteten Hund aus dem Ausland nehmen?
Leute vom Tierschutz würden sofort antworten: Auf jeden Fall. Ich denke aber, dass gerade Hunde-Anfänger überfordert sein können. Heimatlose Hunde bringen ihre Ängste, Defizite und Traumata mit. Oft brauchen sie Hilfe beim Überwinden dieser Last. Da ist Erfahrung hilfreich. In jedem Fall sollte man auf ein paar Probleme vorbereitet sein. Für diese Hunde kann ein sehr langer Atem nötig sein, Toleranz und die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen. Wer dazu bereit ist, für den ist der heimatlose Hund bestimmt eine gute Wahl.
Wie findet man einen heimatlosen Hund?
Bevor man auf die Suche nach einem Auslandshund geht, kann man gar nicht genug Informationen haben. Beim Deutschen Tierschutzbund oder bei den größeren Tierrechtsorganisationen wie Peta finden sich auf den Websites viele Empfehlungen. Darunter sind wichtige Warnungen. Werden zum Beispiel Welpen unter dem Alter von 15 Wochen vermittelt, ist die Sache ganz gewiss nicht korrekt. Auch Direktvermittlungen sind bedenklich. Es kann schiefgehen, wenn man einen Hund aus dem Süden per Foto kennenlernt und ihn dann im Morgengrauen auf einem Autobahnrastplatz in Empfang nehmen soll. Die Transport-Papiere samt Impfausweis könnten gefälscht sein. Bei Problemen mit dem Hund gäbe es dann keine Ansprechpartner.
Was ist besser: Tierheim oder Pflegestelle?
Nach meinen Beobachtungen hat es so ein Auslandshund leichter, wenn er sich auf einer Pflegestelle einleben konnte. Viele Seiten des Lebens hier hat er dann schon kennengelernt, meistens an der Seite von nervenstarken Hunden. Pflegefamilien haben meistens eigene Hunde, die die Neuen unter ihre Fittiche nehmen. Von so einer Pflegestelle bringt der heimatlose Hund oft auch schon ein paar Manieren mit. Stubenreinheit und Leinenführigkeit zum Beispiel. Auf Pflegestellen lässt sich besser als im Tierheim herausfinden, wie der Hund auf Kinder oder andere Haustiere reagiert. Nur: Es gibt nicht genug Pflegestellen für alle Hunde. Und in den Tierheimen wird auch großartige Arbeit geleistet.
Was tun, wenn mir im Ausland ein Hund in Not auf der Straße begegnet?
Einen Straßenhund in Not einfach mitnehmen, ist nicht legal. Der Hund bräuchte zumindest Impfungen, bevor er nach Deutschland einreisen dürfte. Die Tollwutimpfung wird erst nach 21 Tagen gültig. Man kann versuchen, mit Menschen im Umfeld ins Gespräch zu kommen, eventuell Futter und Medikamente spenden, damit dem Hund vor Ort geholfen wird. Will man sich darauf nicht verlassen, muss man nach Tierheimen vor Ort suchen, die Kontakte zu deutschen Tierschutzorganisationen haben.
Die Situation der Straßenhunde im Süden und Osten Europas insgesamt lässt sich nur durch nachhaltigen Tierschutz verbessern. Das bedeutet Kastrationen, politische Arbeit, Bildungsarbeit. Viele Vereine aus Deutschland arbeiten nachhaltig im Ausland oder unterstützen Vereine vor Ort, die so arbeiten. All diese Vereine arbeiten ausschließlich mit Spenden. Vielleicht würden auch Tierrechte als Standard in der EU helfen. Doch das scheint ein langer, zäher Weg zu sein.
Schleppen Auslandshunde neue Krankheiten ein?
Theoretisch ist das möglich. Die größte Gefahr geht wohl von der braunen Hundezecke aus, die in Deutschland noch nicht heimisch ist. Weil sie immer wieder eingeschleppt wird, könnte sie bei steigenden Temperaturen eines Tages auch hier überleben. Doch Tierschutzhunde aus dem Ausland sind heutzutage gegen Parasiten behandelt. So stellen sie kaum mehr eine "Einflugschneise" dar. Bedenklicher scheint die Urlaubsreise mit dem Hund in den Süden ohne strenge Parasiten-Prävention.
Zwar haben wir die braune Hundezecke noch nicht, aber auch die heimische Auwald-Zecke oder der gemeine Holzbock übertragen Krankheiten, die man Mittelmeererkrankungen nennt, beispielsweise die Hunde-Malaria. Solche Fälle scheinen zuzunehmen. Das könnte aber einfach an genauerer Diagnostik liegen.
Auslandshunde werden vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" getestet. Ordentlich arbeitende Tierschutzvereine lassen die Hunde in Deutschland vor der Vermittlung noch einmal testen. Wer einen Auslandshund hat, dessen Blutbild Antikörper bei den einschlägigen Krankheiten zeigt, sollte das Thema lebenslang im Auge behalten. Womöglich braucht es Expertenwissen, zum Beispiel vom Verein Parasitus Ex.
Warum liegt der Auslandshund in Deutschland im Trend?
Es scheint, als hätte der Trend zum geretteten Hund schlicht mit der Bereitschaft zum Helfen zu tun. Was viele Menschen an Tierschutzhunden lieben, ist deren Bescheidenheit und Zufriedenheit. Womöglich hatte der Tierschutzhund schon genug Stress in seinem Leben, und so braucht er zum Glücklichsein einfach nur Futter, einen gemütlichen Schlafplatz und Zuwendung.
Der Auslandshund ist im Vergleich zu hiesigen Artgenossen oft viel besser sozialisiert. Er hat in Rudeln gelebt, entweder auf der Straße oder im Tierheim-Zwinger. Er hätte kaum überlebt, würde er die Kommunikation unter Hunden nicht bestens beherrschen.
Welche Trends gibt es noch in Sachen Hund?
Der Trend zum Hund scheint ungebrochen, die Zahlen steigen und der Anteil der geretteten Hunde nimmt zu. Ein seit Jahrzehnten anhaltender Wandel zum "Sozialpartner" Hund ist sichtbar. In dem Maße, wie seine alten Funktionen als Wach- oder Hütehund verschwinden, wird er zum Familienmitglied und Freizeitpartner. Ich glaube, der Hund ersetzt uns die Beziehung zu den Nutztieren, die weitgehend aus dem Leben verschwunden sind. Und er dient vielleicht als "Sozialkitt" in den locker gewordenen familiären Beziehungen. Außerdem wird der Hund immer mehr zum Konsumfaktor.
Interessant finde ich, dass die Verhaltensforschung den Hund seit einigen Jahren entdeckt hat. Es ist erstaunlich, was wir alles nicht genau über unser wichtigstes Haustier wissen. Was aber inzwischen unstrittig ist: Der Hund begleitet uns schon viel länger, als die Forschung früher annahm. Mich faszinieren die Theorien zur Evolution von Hund und Mensch, die manche als Symbiose betrachten. Nimmt man all diese Trends zusammen, dürften Hunde in Deutschland eine gute Zukunft haben.
https://www.mdr.de/ratgeber/familie/heimatlose -hunde-tierschutz-ausland-rettung-100.html
Welche Bedenken gibt es bezüglich der Gesundheit von Auslandshunden im Zusammenhang mit Krankheiten?
 

Provas

Questão presente nas seguintes provas
2815650 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Wo wird die Fußballsprache, laut des Textes, benutzt:

 

Provas

Questão presente nas seguintes provas
2815649 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Welches Wort ersetzt am besten “...präsent...”, in Zeile 12:

 

Provas

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2815648 Ano: 2023
Disciplina: Alemão (Língua Alemã)
Banca: FUNDATEC
Orgão: Pref. Morro Reuter-RS
Provas:

Um die Fragen 26 bis 35 zu beant worten, lesen Sie den folgenden Text.

Fußball-Deutsch

MITTEL

Deutsch perfekt 14/2022

In Katar treffen sich Fußballmannschaften aus der ganzen Welt zum Fußballereignis des Jahres.

Warum ist der Lieblingssport der Deutschen auch in der Alltagssprache so wichtig?

Von Eva Pfeiffer

  1. Über die aktuelle Fußballweltmeisterschaft gibt es viel zu sagen und zu schreiben – von der
  2. Kritik daran, dass sie in Katar stattfindet, bis zur Euphorie oder Verzweiflung über die Spiele.
  3. Oft sprechen die Deutschen jedoch über Fußball, ohne es zu merken.
  4. Viele Ausdrücke aus dem Ballsport sind nämlich schon lange Teil der deutschen Alltagssprache.
  5. Als Metaphern benutzen die Menschen sie in komplett anderen Kontexten. Wenn zum Beispiel
  6. eine Jugendliche nachts zu spät nach Hause kommt, dann kriegt sie von ihren Eltern
  7. wahrscheinlich einen Anpfiff. An den Beginn eines Fußballspiels denkt dabei sicher niemand.
  8. Auch der Ratschlag Halt besser den Ball flach! kommt aus dem Sport. Den Ball flach zu halten,
  9. beschreibt dort eine kontrollierte Art des Spielens. In der Alltagssprache ist die Bedeutung
  10. ähnlich – nämlich nichts zu riskieren.
  11. Ausdrücke aus dem Fußball-Deutsch sind Teil der Alltagssprache geworden.
  12. Warum ist Fußball-Deutsch so präsent? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Meier-Vieracker.
  13. Der 42-Jährige ist Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden.
  14. Eigentlich ist er mehr Radsport- als Fußballfan. Aber für den Linguisten ist der Fußball wie
  15. eine Schatztruhe. Über seine Funde berichtet Meier-Vieracker auf seinem Blog fussball-
  16. linguistik.de. Er erklärt: „Fußball ist in Deutschland der populärste Sport überhaupt. Die Spiele
  17. sind nicht nur in den Medien ein großes Thema. Die Leute sprechen auch bei der Arbeit in der
  18. Kaffeepause darüber oder unterwegs im Zug. So sind viele Redewendungen und Ausdrücke aus
  19. dem Fußball-Deutsch Teil der Alltagssprache geworden“.
  20. Dabei gibt es eine gute Nachricht für alle, die kein Interesse an dem Ballsport haben: Die
  21. fachlichen Details der Originalausdrücke sind in der Alltagssprache kaum relevant, wie Meier-
  22. Vieracker erklärt. Man muss also keine Fußballexpertin sein, um sie richtig zu verwenden. Ein
  23. Beispiel ist die Abseits-Metapher. Die kann man prima benutzen, ohne die genauen Abseits-
  24. Regeln aus dem Fußball zu kennen. Die Metapher bedeutet, dass eine Person ignoriert wird: Der
  25. kleine Jan steht im Kindergarten im Abseits. Kein anderes Kind will mit ihm spielen.
  26. Im Parlament sind seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern zu
  27. hören.
  28. Ein anderes Beispiel ist das Grätschen. Bei der Aktion nimmt ein Fußballspieler dem Gegner den
  29. Ball ab. In der Alltagssprache bedeutet der Ausdruck, dass man eine Person beim
  30. Reden unterbricht und sich ungebeten in etwas einmischt: Es ärgert mich, dass Stephanie
  31. immer wieder in unsere Gespräche reingrätscht.
  32. In manchen Bereichen und Situationen sind Ausdrücke aus dem Fußball besonders populär.
  33. Meier-Vieracker untersucht mit computerlinguistischen Methoden große Textsammlungen. Er
  34. hat festgestellt, dass im Parlament seit den 80er-Jahren bei Debatten öfter Fußball-Metaphern
  35. zu hören sind.
  36. „Mithilfe der Metaphern sollen Menschen abstrakte Inhalte besser verstehen. Die Ausdrücke
  37. haben außerdem einen emotionalen Effekt“, erklärt Meier-Vieracker. So zeigt der Westen mit
  38. seinen Sanktionen Putin die rote Karte. Und Politikerinnen der Oppositionsparteien sagen gern,
  39. dass der Ball bei der Regierungskoalition liegt. Damit meinen sie: Jetzt muss die Regierung
  40. endlich etwas tun.
  41. Auch der Wirtschaft gibt Fußball sprachliche Inspiration. Da wollen zum Beispiel ambitionierte
  42. Firmen in der Champions League spielen und sind deshalb personell gut aufgestellt. Und
  43. Jobsuchende müssen am Ball bleiben.
  44. Es können auch ganze Sätze aus dem Sport in neuen Kontexten verwendet werden. Ein
  45. populäres Beispiel ist ein Zitat von Sepp Herberger, einem legendären Trainer: „Nach dem Spiel
  46. ist vor dem Spiel.“ Das Mantra, sich nach einem Erfolg gleich auf die nächste Aufgabe
  47. vorzubereiten, passt in vielen Situationen. Zum Beispiel in der Politik, denn: Nach der Wahl ist
  48. vor der Wahl.
  49. Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich.
  50. Aber Fußball-Deutsch hat auch nicht nur einen Effekt auf die Alltagssprache. Die Inspiration
  51. funktioniert in beide Richtungen: Auch die Fußballsprache verwendet nämlich Ausdrücke aus
  52. Kontexten, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben.
  53. „Es gibt im Fußball viele Wörter aus dem Militärbereich“, sagt Meier-Vieracker.
  54. Sturm, Abwehr, Offensive – besonders früher war die Sprache ziemlich martialisch. Zum
  55. Beispiel 1954 beim Halbfinale der Weltmeisterschaft in der Schweiz, bei dem Deutschland 6:1
  56. gegen Österreich gewonnen hat. Da sprachen deutsche Kommentatoren davon, den Gegner
  57. mit schwerem Geschütz niederzuschießen. Heute verwenden die meisten Journalistinnen
  58. Ausdrücke wie diese nicht mehr“.
  59. So wie die Welt heute eine andere ist als 1954, ist es auch die Sprache. Meier-Vieracker
  60. beschäftigt sich intensiv mit Livetickern, Livekommentaren und Spielberichten. Dort ist die
  61. Sprache mehr kulinarisch als martialisch, zum Beispiel wenn ein Spieler mit einer
  62. Aktion ein Sahnehäubchen aufsetzt, den Ball ins Tor zuckert oder buttercremt.
  63. Manche Journalistinnen und Kommentatoren sind mit ihren Formulierungen kreativ und lustig,
  64. andere weniger. Und so funktionieren weder in der Alltagssprache noch in der Fußballsprache
  65. alle Metaphern und Ausdrücke perfekt. Sprachlernende können das als Motivation sehen,
  66. Fußball-Deutsch im Alltag einfach einmal auszuprobieren. Mit diesem Text sind sie dafür gut
  67. aufgestellt.

Laut Studie von Meier-Vieracker, was kann man daraus schließen.

I. Gibt es viele Wörter im Fußballbereich, die aus dem Militärbereich kommen.

II. Werden im Militärbereich ausschließlich Wörter vom Fußballbereich benutzt.

III. Kennen Sportkommentatoren den kulinarischen Bereich sehr gut.

IV. Benutzen alle Journalisten und Kommentatoren Fußballmetaphern.

V. Eignet sich dieser Text, Sprachlernende sich mit dem Fußball-Deutsch bekannt zu machen.

 

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